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FELD 01/2022

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Kleine Quadrate statt großer Felder: Gemeinsam mit einem Landwirtschaftsbetrieb testet ein Forschungsteam im Landschaftslabor patchCROP ein ungewöhnliches Anbausystem. // Forscherinnen des ZALF entwickeln Strategien für die Landwirtschaft, um wertvolle Leistungen aus Ökosystemen, wie fruchtbare Böden oder sauberes Trinkwasser, gezielt zu fördern. // Immer mehr Landwirtinnen und Landwirte arbeiten in ihrem Betrieb mit Maßnahmen nachhaltiger Intensivierung. Das soll ressourcenschonende Landwirtschaft ohne Ertragseinbußen ermöglichen. // Mit Precision Farming Schädlingsbefall erkennen oder den Effekt von Klimaveränderungen auf Erträge prognostizieren: Künstliche Intelligenz eröffnet der Landwirtschaft Potentiale.

Ökosystemleistungen

Ökosystemleistungen Ökosystemleistungen Die Ufer von Bächen und Kleingewässern sind Orte der Biodiversität: Hier leben Nützlinge, etwa Insekten, die Wildkräuter auf angrenzenden Feldern fressen. Die Landwirtschaft profitiert von solchen Landschaftsstrukturen, nimmt selbst aber Einfluss darauf. Der Verlust an Ökosystemleistungen und auch an Biodiversität ist für mich genau so dramatisch wie der Klimawandel. PROF. BETTINA MATZDORF ES GEHT NUR GEMEINSAM Dass es höchste Zeit ist, Ökosystemleistungen stärker zu berücksichtigen, steht für Bettina Matzdorf außer Frage. »Der Verlust an Ökosystemleistungen und auch an Biodiversität ist für mich genau so dramatisch wie der Klimawandel«, betont sie. 2015 hat sie das Innovationsnetzwerk »Ökosystemleistungen Deutschland« (ESP-DE) mitbegründet, um die Forschung und Debatten über dieses Thema voranzutreiben. Für die Forscherin ist klar: eine Lösung kann es nur gemeinsam mit den Landwirtinnen und Landwirten geben. Zusammen mit dem Deutschen Bauernverband und über zwanzig europäischen Partnern aus Forschung und Praxis untersucht sie in einem weiteren aktuellen EU-Projekt »contracts2.0«, wie Betriebe zukünftig besser dafür honoriert werden können, Ökosystemleistungen auf ihren Flächen zu schützen. »Neu an unserem Ansatz ist, dass Landwirtinnen und Landwirte nicht für bestimmte Maßnahmen, sondern für konkrete Ergebnisse bezahlt werden«, erläutert Bettina Matzdorf. Künftig könnte es also Geld geben, wenn sich zum Beispiel die Artenvielfalt in landwirtschaftlich genutzten Regionen verbessert. Text: Heike Kampe DIE FORSCHENDEN Hierfür entwickeln Claudia Bethwells Projektpartner eine Software: Mit einigen Klicks können Landwirtinnen und Landwirte dann etwa ablesen, ob es sich lohnen könnte, das Wassermanagement zu verbessern, auf Soja statt Weizen zu setzen oder welche Strategie geeignet ist, ihre Treibhausgasemissionen zu senken und dabei gleichzeitig die Bodenfruchtbarkeit zu fördern. Die Webapplikation soll voraussichtlich ab Mitte 2022 kostenfrei für landwirtschaftliche Betriebe zur Verfügung stehen. Prof. Bettina Matzdorf leitet am ZALF den Programmbereich 2 »Landnutzung und Governance« und ist Professorin für »Ökosystemleistungen – Ökonomische und planerische Aspekte« an der Universität Hannover. Die Diplom-Geographin Claudia Bethwell ist wissenschaftliche Mitarbeiterin der Arbeitsgruppe »Bereitstellung von Biodiversität in Agrarsystemen« am ZALF. 18 19

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